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    Werbung basiert in Zukunft auf Privatsphäre und Datenschutz

    Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

    Werbung hat eine wichtige Rolle dabei gespielt, das Internet offen und für alle zugänglich zu machen. Damit Werbung diese Rolle weiterhin einnehmen kann, muss sich die Anzeigentechnologie für eine Welt entwickeln, in der die Privatsphäre und der Datenschutz im Vordergrund stehen.

    Anzeigen sollten für alle funktionieren – für Publisher, Werbetreibende und vor allem für die Verbraucher. Aus diesem Grund hat Google sein Engagement für den Schutz der Privatsphäre der Nutzer weiter ausgebaut und angekündigt, dass sie nach der Abschaffung der Cookies von Drittanbietern keine alternativen Identifikatoren erstellen werden, um Personen beim Surfen im Internet zu verfolgen und diese auch nicht in ihren Werbeprodukten verwenden werden.

    Werbung muss nicht einzelne Verbraucher im gesamten Web verfolgen

    «Menschen sollten nicht akzeptieren müssen, im gesamten Web verfolgt zu werden, um die Vorteile relevanter Werbung zu erhalten. Werbetreibende müssen nicht einzelne Verbraucher im gesamten Web verfolgen, um die Leistungsvorteile digitaler Werbung zu nutzen», schreibt David Temkin, Director of Product Management bei Google, in der Ankündigung.

    Ein Bildschirm mit Facebook-Werbung, die Verbraucher verfolgt
    Menschen sollten nicht akzeptieren müssen, im gesamten Web verfolgt zu werden, um die Vorteile relevanter Werbung zu erhalten. Quelle: Unsplash

    Fortschritte bei der Aggregation, Anonymisierung, geräteinternen Verarbeitung und anderen Technologien zur Wahrung der Privatsphäre zeigen eine klare Tendenz: weg von individuellen Identifikatoren.

    Anstatt einzelnen Nutzern Interessen zuzuordnen, gibt es beispielsweise neu die Möglichkeit, Einzelpersonen in großen Menschenmengen mit gemeinsamen Interessen zu verstecken und ihnen trotzdem relevante und nützliche Anzeigen zu zeigen. Googles neueste Tests des Algorithmus Federated Learning of Cohorts (FLoC) zeigt, wie eine Zukunft der Werbung ohne Cookies von Drittanbietern aussehen könnte.

    Datenschutzfreundliche Werbung ist entscheidend für den Erfolg

    «Wir haben immer daran geglaubt, dass ein datenschutzfreundlicher Ansatz für Werbung entscheidend für den Erfolg und die Nachhaltigkeit der Branche ist», sagt Luis Di Como, Executive Vice President of Global Media bei Unilever. «Diese jüngste Verpflichtung von Google ist ein Schritt in die richtige Richtung, um das freie und offene Web zukunftssicher zu machen.»

    Die Entwicklung starker Beziehungen zu Kunden war schon immer entscheidend für den Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens. Dies wird in Zukunft noch wichtiger, wenn es darum geht Vertrauen aufzubauen und zu bewahren. «Wir begrüßen diese Ankündigung von Google. Wir haben die Bedeutung von First-Party-Daten schon lange erkannt und befürworten sie. In einer Welt, in der der Datenschutz im Vordergrund steht, wird dies noch wichtiger», sagte Aude Gandon, Global Chief Marketing Officer bei Nestlé.

    Google wird weiterhin First-Party-Beziehungen auf ihren Anzeigenplattformen für Partner unterstützen, sodass diese direkt mit ihren eigenen Kunden in Verbindung treten können. Google wird ihre Lösungen, die auf diesen direkten Kundenbeziehungen aufbauen, noch stärker ausbauen.

    Neustart der digitalen Werbung

    «Sowohl Vermarkter als auch Verbraucher wollen gezieltere Werbung und einen besseren Schutz der Privatsphäre», sagt John Lee, Präsident von Merkury und Chief Product and Data Officer bei Merkle. «Da sich die Branche in Richtung First-Party-Daten bewegt, sehen wir dies als einen notwendigen und vollständigen Neustart der digitalen Werbung, der eine aussagekräftigere und ansprechendere Erfahrung mit einer Marke während der gesamten Customer Journey bieten wird.»

    Eine Gruppe schaut sich auf dem Laptop gezielte Werbung an
    Konsumenten wollen gezieltere Werbung und einen besseren Schutz der Privatsphäre Quelle: Unsplash

    Sobald die Cookies von Drittanbietern abgeschafft sind, können andere Ad-Tech-Anbieter eine Ebene der Nutzeridentität für das Ad-Tracking im Web anbieten, die Google nicht anbieten wird, wie beispielsweise Technologien, die auf den E-Mail-Adressen der Nutzer basieren. 

    Der Internetriese glaubt nicht, dass diese Lösungen die steigenden Erwartungen der Konsumenten in Bezug auf den Datenschutz erfüllen oder den sich schnell entwickelnden regulatorischen Beschränkungen gerecht werden. Stattdessen werden in Zukunft die Webprodukte von Google von datenschutzfreundlichen APIs angetrieben, die das Tracking von Personen im gesamten Web verhindern und dennoch Ergebnisse für Werbetreibende und Publisher liefern. 

    Ebenso arbeitet die Branche daran, sicherzustellen, dass Werbung neben starken Datenschutzkontrollen für Verbraucher auch in Zukunft erfolgreich funktionieren kann. Der Druck auf die Werbebranche wächst, denn die Verbraucher wollen die Kontrolle über ihre Privatsphäre wieder zurück.

    Wir unterstützen Googles Ansatz und freuen uns darauf, gemeinsam die Zukunft der digitalen Werbung zu definieren und Unternehmen in diese Welt zu führen.

    Urs Schlegelhttps://web-strategen.ch
    beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Performance Marketing. Er betreibt verschiedene Online-Magazine mit zehntausenden Besuchern im Monat. Er weiß, auf was es beim Content-Marketing und Suchmaschinenoptimierung (SEO) ankommt, um ganz weit vorne bei Google & Co. mitspielen zu können.

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